Heute morgen startete der Tag gemächlich – wir hatten einen Langschläfer namens Béla. Er war erst gegen 08:45 Uhr wach.
Allerdings schläft er seit drei Tagen unruhig und ist sehr anhänglich, denn er hat offensichtlich Zahnschmerzen. Der neue Backenzahn lässt jedoch noch auf sich warten. 😉
Jedenfalls ging es dann los mit der Vorbereitung der nächsten Tage: Wasserreserven auffüllen, unbedingt volltanken, Geld abheben und das wichtigste mal wieder: Wie wird das Wetter hier im Fjordland? Denn bei starkem Regen und Sturm braucht man nun wirklich nicht 2,5 h zum Milford Sound hinfahren um dann wieder den gleichen Weg zurückzufahren.
Die gute Nachricht, es soll morgen nicht bzw. kaum regnen. Das heisst für uns, wir machen eine Bootstour durch den Milford Sound und hoffen auf halbwegs gutes Wetter! Bis dahin fuhren wir in Richtung Sound zum letzten DOC-Campingplatz vor dem Sound – dem Cascade Creek. Es regnete während der Fahrt in Strömen und so wurde nach Ankunft der Wohnwagen aufgeräumt und gefegt und auch die Schulaufgaben wurden gelöst.
Bei leichtem Nieselregen trauten wir uns dennoch raus für eine kleine Wanderung zum nahe gelegenen Lake Gunn. Die Wolken hingen tief in den Bergen, vom Nebel dicht umschlossen und überall Wasser. Ohne Wanderschuhe hätten wir mal wieder alt ausgesehen bzw. nasse Füße bekommen. Der Weg führte durch einen Wald voller umgestürtzter Bäume, wirklich alles war vom Moos bewachsen und schön anzusehen. Es ist so feucht dass sogar auf den asphaltierten Straßen Moos wächst.
Kaum waren wir zurück, kam doch tatsächlich die Sonne raus! Was für ein Geschenk! Jaron stiefelte sofort los um den weiträumigen Platz zu erkunden und ward nicht mehr gesehen.
Zum Abendessen sollte es eine Kürbissuppe geben. Der nächste Schreck kam prompt, denn kein Gas strömte durch den Herd. René war bedient und versuchte sich 45 min lang die Ursache zu finden. Gestern abend hatte es noch einwandfrei funktioniert, die Gasflasche war definitiv noch voll und der Gashahn war auf! Hmmm. Ich hingegen machte kurzen Prozess und schmiere Stullen. Was soll’s? Irgendwas ist bei uns immer.
Unsere Wohnmobilnachbarn lernte ich so auch gleich kennen, denn für Béla brauchen wir natürlich nachts heißes Wasser für die Milchflaschen. Sehr nette Dänen, die bereitwillig halfen. Plötzlich vermeldete René das Gas ginge nun auch wieder – einfach so. Komisch!
Die Sonne lachte und wärmte uns den Abend. Und so unternahmen die Männer noch einen Abendspaziergang und machten traumhafte Fotos. Auf den Bildern seht ihr mal welchen Unterschied das Wetter macht. Ich brachte mal wieder den kleinsten Mann ins Bett. Morgen wird ein spannender Tag! Uns erwartet eine der spektakulärsten Bergstraßen der Welt und eine dreistündige Cruise durch das “achte Weltwunder”.