Wir erwachen wieder bei Sonne in Kingston und begeben uns in das quirlige Queenstown.
Unser Tank ist leer und die Vorräte ebenfalls. Nachdem beides wieder aufgefüllt ist, beschließen wir den Tag noch in der Gegend zu verbringen und fahren in die Kelvin Heights. Diese kleine Halbinsel liegt bei Queenstown und die Häuser sind nicht gerade bescheiden. Eine wunderschöne Wohngegend mit bestem Ausblick auf den See und den Golfplatz vor der Tür. Direkt entlang des Sees kann man außerdem eine gute Stunde spazieren und trifft am Ende auf Golfer und auch Neuseeländer, die bei 15° Lufttemperatur in den See springen. Die kleine Wanderung ist total angenehm, weil Béla mal im Buggy sitzen kann und die Ausblicke sind bezaubernd. Hier könnte ich auch wohnen, mit dem passenden Kleingeld. Ohne Boot macht es jedoch nur halb soviel Spaß. Die Neuseeländer haben oft ein kleines Boot und so sehen wir viele Kinder, die Wasserski fahren oder sich über den See ziehen lassen.
Nach dem Vesper brechen wir auf in Richtung Wanaka und machen in Albert Town an einem Fluss halt. Doch vorher machen wir noch in Cardrona halt und bestaunen den „bra fence“, eine Ansammlung unzähliger BHs, die zum Anhalten und Fotografieren einladen.
Unser Campingplatz liegt wieder sehr nett am Fluss und so bastelt sich Jaron auch gleich eine Angel. Am liebsten würde er auch was fischen, aber hier ist nichts zu holen und Köder hat er schließlich auch nicht. Aber das erste Ferienlager steht fest: Es soll ein Angelcamp werden.
Am nächsten Morgen geht es weiter in Richtung Westküste. Wir wollen heute über den Haast-Pass fahren und ab in den Regenwald. Je näher wir der Westküste kommen, umso schlimmer wird das Wetter. Wenn wir bis heute dachten es regnet, dann war das noch gar nichts. Heute haben wir es den ganzen Tag mit Sturzbächen zu tun, der Scheibenwischer muss Höchstleistung bringen und der Ausblick ist grau in grau. Wir halten das erste Mal bei einem Wasserfall, wie komisch! Die 2 minütige Wanderung vom Parkplatz bis zur Aussicht reichen aber aus um einen ganz schön zu durchnässen. Bei schönem Wetter könnte es dort sehr nett sein.
Weiter an der Westküste in Haast regnet es immer noch wie aus Kübeln und es gibt weit und breit kein Internet. Oh Mann! Wir fahren noch ein kleines Stück bis zum Lake Paringa und stellen das Wohnmobil auf einem kleinen DOC-Platz ab. Der Platz liegt inmitten von Wald und es gibt eine Markierung bis wohin der Wasserstand des See bei starkem Regen ansteigen kann. Dahinter sollte man sich nicht! hinstellen. Über Stunden giesst es weiter. Jaron hat schon Angst, dass wir wegschwimmen werden wenn der Fluss über die Ufer tritt.
Irgendwie bekommt man auch so einen Tag rum, aber einschlafen fällt nicht leicht wenn der Regen so laut aufs Dach prasselt dass eine normal laute Kommunikation nicht mehr möglich ist! Und die Vorhersage sieht nicht gut für die nächsten beiden Tage. Dabei wollen wir doch die Gletscher sehen und erwandern.